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Bocholtnews.de
im Juli 2010
Ohne Proben nach oben
Bocholt. (bn) Woran es gelegen hat, dass das Konzert
von LANKO im Buena Vista am vergangenen Freitag (2. Juli 2010) nur
spärlich besucht war; darüber kann man nur spekulieren.
Vielleicht waren es die extremen Temperaturen oder die Fußball-WM.
Eines ist sicher: die anwesenden Musik-Fans hatten ihren Spaß!
Und die, die nicht da waren, haben etwas verpasst.
Lanko ist finnisch und heißt Schwager. Da der gebürtige
Finne Kees Cuypers und Frank Schut tatsächlich Schwager sind,
entschied man sich für den Begriff Lanko als Bandnamen.
Schut und Cuypers brachten mit ihrem energetischen Gitarrenspiel
den – temperaturbedingt – bereits kochenden Saal endgültig
auf den Siedepunkt. Das präzise, dynamische Schlagzeugspiel
von Stefan Janßen, die virtuosen Läufe über das
Griffbrett des Kontrabasses von Ruhepol Bert Thompson und die oftmals
überraschenden Farben des Akkordeons sowie Sax-Solos von Weltklasse-Format,
die Dave Tchorz einbrachte, ließen diesen musikalischen Diamanten
umso mehr funkeln.
Mit eigenen Songs aus den Federn von Frank Schut und Kees Cuypers
sowie auch Cover-Versionen bekannter und weniger bekannter Songs
aus Jazz, Blues und Rock überraschten die fünf Musiker
ein ums andere Mal. So staunten einige Zuhörer nicht schlecht,
als LANKO den Beatles-Klassiker „Come together“ mit
sattem Sound anstimmten. Zum Ende hin entwickelte sich der Song
durch ein Feuerwerk aus Solo-Einlagen zu einem vollkommen neuen
Stück. Spätestens hier zeigte sich auch dem ungeübten
Ohr, wie sehr die fünf sympathischen Herren aufeinander eingespielt
sind.
Mit „Robin’s Nest“ brachten LANKO ihre Version
eines Jazz-Instrumentals, dessen Melodieführung an Fröhlichkeit
kaum zu überbieten ist und die von den zwei Gitarren und dem
Akkordeon teilweise dreistimmig gespielt wurde.
Jubelschreie aus dem Publikum verursachte auch das an Coolness kaum
zu überbietende „Gangster of love“ von Johnny Guitar
Watson, das sicherlich nicht nur dem Verfasser dieses Artikels (also
quasi: mir) besser gefiel als das Original. Doch auch sanfte Balladen
gehören zu LANKOs Repertoire. Dabei war der Aufbau der Setliste
so gut gewählt, als hätten die fünf Musiker die Gedanken
des Publikums gelesen. Wenn man den Gedanken hatte „jetzt
könnte mal was Ruhiges kommen“, kam eine Ballade und
umgekehrt.
Dabei beschränkt sich die Band jedoch nicht auf Blues und Rock.
Eine große Stärke – und anscheinend das Steckenpferd
der fünf Profi-Musiker – ist der „finnische Tango“.
Finnischer Tango? Tango kommt doch aus Argentinien? Ja, das stimmt.
Ende des 19. Jahrhunderts entstand der Tango in Südamerika.
Als er 1913 nach Finnland kam (ganz Europa war in diesem Jahr vom
Tangofieber gepackt), fühlten sich die Finnen durch den Tango
in ihrem Leid unter der russischen Herrschaft verstanden. Der Tango
drückte das aus, worüber zu sprechen unmöglich war.
Das könnte auch ein Grund sein, warum der finnische Tango –
im Gegensatz um argentinischen Pendant – eher in Moll- denn
in Dur-Harmonien gespielt wird. Auch hat die finnische Version häufig
eine eher absteigende Melodieführung. Der Blues der Finnen,
wenn man so möchte. Hier stach vor allem der knackige Gitarrensound
von Kees Cuypers hervor.
Nochmal: wie im Vorbericht bereits erwähnt, probt diese Band
nicht. Es soll im Laufe des Abends die eine oder andere Stelle gegeben
haben, an der irgendwas nicht funktionierte. Gemerkt hat’s
keiner. Aber die Spielfreude war den Musikern trotz durchgeschwitzter
Hemden anzumerken. Und dieser Funke sprang unmittelbar auf’s
Publikum über.
Bleibt nur zu hoffen, dass LANKO nicht zum letzten Mal in unserer
Region war (was als Aufruf an hiesige Veranstalter zu verstehen
ist).
Mehr Infos über die Band, gibt’s übrigens unter
www.lanko-music.de.
Text und Bild: Michael Langenbrink
Link zum Artikel : http://bocholtnews.wordpress.com/bocholt/
Richtig guter Blues
Wesel. Ein
Hauch von Skandinavien wehte am Samstagabend durch die Hansestadt.
Schnee rieselte aus dem Weseler Nachthimmel und das Café
Fehr verwandelte sich in eine finnische Sauna.
Richtig
guten Blues gab es in dem mit rund 100 Besuchern vollen „Schwitzbad"
am Marien-Hospital obendrein. Die Weseler Musikgrößen
Frank Schut und Kees Cuypers ließen mit ihrer Band „Lanko"
den Funken beim mittlerweile traditionellen Neujahrskonzert rhythmisch
überspringen.„Das
Café Fehr ist für uns ein besonderer Ort. Die Leute
sind hier immer gut drauf", sagte Gitarist und Sänger
Frank Schut, der erstmals Mitte der 80er Jahre auf der Bühne
an der Pastor-Janßen-Straße stand.
Funkige Töne
Dass
die Stimmung auch diesmal kulminierte, dafür sorgten neben
Schut, dessen Schwager Kees Cuypers (Gitarre/Gesang), Bert Thompson
(Kontrabass), Stefan Janssen (Schlagzeug) und Dave Tchorz, der die
Stücke mit Saxophon- und Akkordeon-Parts veredelte. Beispielsweise
bei der Eigenkomposition „View up to the sky", in der
sich auch Cuypers für seine treibenden Gitarrensoli mehrfach
Szenenapplaus verdiente. Im „Mean devil blues" dominierte
dann Schuts unverwechselbare Stimme, die beim Jazz-Standard „Robbins'
nest" wie alle anderen Instrumente jedoch kurzzeitig versagte.
Schuld war eine durchgebrannte Birne, die die Vollblut-Musiker aber
nur kurz stoppte.
Als
Unterstützung hatte Frank Schut zudem seinen alten Freund Norbert
Lohman eingeladen, der bei „What a wonderful world" sein
ganzes Können an der Mundharmonika demonstrierte. Ein wahrlich
eindrucksvoller Start ins zweite Set, das darüber hinaus noch
funkige Töne und einige finnische Tangos für das begeisterte
Publikum bereithielt. Spätestens da war dann auch der skandinavische
Hauch für jedermann zu spüren. nip
NRZ Wesel, 4.1.2010
…phantasievolle
Gitarrensoli und die Stimmen der beiden Sänger kamen beim Publikum
gut an. Ob "Come Together" von den Beatles oder "Ring
of Fire" von Johnny Cash - stets gab die Band den Stücken
einen unverwechselbaren Charakter…
NRZ Wesel 08.05.2006
Rheinische Post vom 15.1.2008

Unter www.rocktimes.de
ein Artikel und Fotos vom Konzert am 15.9.07 im Café Libre/Goch.
Autor: Joe Brookes
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